039925.794018 (10-16.30Uhr)

info@atomfreies-eldetal.org

Vorgestellt | Regina Ewert


Ich lebe seit 1954 auf diesem Planeten und habe eine Tochter, der ich ein möglichst glückliches und gesundes Leben wünsche. Ich nehme an, das tun alle Eltern.

Mein Leben würde ich auch gerne gesund und munter und dies möglichst lange genießen können. Wer nicht?

Was das Glück angeht, so ist letztlich jeder mit seiner Lebenseinstellung sein eigener Schmied. Unsere Gesundheit dagegen hängt von vielen Faktoren ab. Einige können wir beeinflussen, bei anderen stehen wir mächtigen Gegnern gegenüber, gegen die wir nur als große gemeinsame Bevölkerungsgruppe etwas ausrichten können.

Die Nutzung der Atomenergie ist so ein mächtiger Gegner, der -wie Medusa- viele Köpfe hat, die leider in kurzfristigen Interessen gefangen sind. Wie so oft, ist dabei der finanzielle Gewinn das entscheidende Kriterium. Durch die kriegerische und friedliche Nutzung der Atomenergie ist die Gesundheit von uns allen und unserer Nachkommen auf der gesamten Erde in Gefahr. Und zwar nicht nur heute und in zwanzig Jahren, sondern eine Millionen Jahre lang. Unvorstellbar!!!!

Mit guten Wünschen allein ist es da leider nicht mehr getan. Wir müssen handeln, auch wenn wir einen übermächtigen Gegner haben und auch, wenn unser Erfolg nur lokal begrenzt sein wird. Wenn wir nicht -wie David- mit Steinen werfen wollen, müssen wir uns auskennen. Wie sehen die wissenschaftlichen Grundlagen aus? Welche rechtlichen Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung? Mit wem können wir unseren Widerstand vernetzen und effektiver gestalten? Alles Bereiche, die gut recherchiert sein wollen.

Mein Beitrag zu diesem Widerstand besteht in gründlicher, naturwissenschaftlicher Recherche, in der Öffentlichkeitsarbeit (Zeitung, Radio, TV, Aktionen) und in der Präsenz auf der Straße. Das habe ich in jahrzehntelanger Umweltschutzarbeit gelernt. Ob als Demonstrationsteilnehmerin in Brokdorf und Bonn, als Redaktionsassistentin beim SFB, als Umweltreferentin im Gesundheitsamt Kreuzberg, beim Aufbau des ersten bezirklichen Umweltladens in den 80er Jahren, in diversen Umweltorganisationen und im eigenen Umweltverein in den 90ern oder schließlich in der Schule als Chemie- und Deutschlehrerin in den 2000er Jahren bis zur Rente.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte haben mich gelehrt, dass wir unsere Interessen nur dann effektiv und erfolgreich vertreten können, wenn wir die Ideen und den Einsatz möglichst vieler Gleichgesinnter in demokratischer Vorgehensweise und in einer wertschätzenden Atmosphäre mit allseits respektvollem Umgang bündeln. In Wredenhagen sehe ich deshalb die einzige Möglichkeit zur Zusammenarbeit für mich im Rahmen der Initiative „atomfreies Eldetal“.

Und genau hier setze ich mich jetzt für unsere gesunde Zukunft ein.